Warum ein Verein?

Minderheiten - und das sind die Besatzungen strahlgetriebener Kampfflugzeuge - konnten vor Gründung der Vereine nicht geschlossen auf sich aufmerksam machen.
Dies sollte jedoch gegen Ende der achtziger Jahre erreicht werden, indem sich in fast allen Geschwadern der Luftwaffe und Marine Wegbereiter fanden, Vereine zu gründen, um die Belange der Gemeinschaft gegenüber militärischen Vorgesetzten und Politikern sachlich und in einer begründeten Form darzulegen und Beschlüsse und neue Gesetze herbeizuführen.
Die Gründung der BSK’s und deren Zusammenschluss zum Dachverband VBSK bestätigen eindrucksvoll die Richtigkeit und Notwendigkeit dieses Vorgehens. Der VBSK verzeichnet heute über 800 Mitglieder.
Weiterhin wurde 1999 ein Kooperationsvertrag mit dem Deutschen Bundeswehrverband eingegangen, der einen kompetenten wie starken Ansprechpartner und Verbündeten für uns darstellt.

Welche Ziele verfolgt der Verein?

In erster Linie stärkt unser Verein das Zusammengehörigkeitsgefühl, sei es in der Form, dass der SFF/WSO bei Problemen nicht auf sich allein gestellt ist, sondern in allen berufsspezifischen Besonderheiten einen direkten Ansprechpartner und auch einen Rechtsbeistand hat, um gemeinsam, unter Einbeziehung aller möglichen Mittel, zu versuchen, eine Lösung herbeizuführen.
In zweiter Linie wird durch die Vertretung des Dachverbandes VBSK auf der politischen Ebene versucht, gravierende Missstände in puncto
- Nachwuchslage und Flugsicherheit
- Besoldung und Zulagenwesen
- Hinzuverdienstregelung, zusätzliche Altersversorgung
- Hinterbliebenenversorgung / Dienstunfallversorgung
- Dienstzeitbelastung und Abwesenheit
- Ausstieg ins zivile Berufsleben und ATPL
- Öffentlichkeitsarbeit
- Anerkennung durch den Dienstherrn etc.
abzuschaffen und für beide Seiten erträgliche und annehmbare Lösungen zu erarbeiten und durchzusetzen.

Wo agiert der VBSK?

Die zurückliegenden Jahre waren geprägt durch unzählige Anfragen, Beschwerden, Prozesse und medienwirksame Aktionen. Besonders seit Frühjahr 2000 ist der Stellenwert des VBSK erheblich gestiegen. Der VBSK ist “salonfähig” geworden, der Vorstand nimmt z.B. regelmäßig an Parlamentarischen Abenden teil, wir sind im Gespräch mit Politikern diverser Ausschüsse, erstmals nahm im November 2000 ein Bundestagsabgeordneter des Verteidigungsausschusses an der Jahreshauptversammlung des VBSK teil, mittlerweile sind Besuche des VBSK Bundesvorstandes in Berlin zur Gewohnheit geworden. Mehrmals im Jahr trifft der Vorstand hier mit Politikern aus den maßgeblichen Ausschüssen zusammen, wir nehmen an Podiumsdiskussionen teil, nehmen Einladungen z.B. des Forums für Luft- und Raumfahrt und der Deutschen Gesellschaft für Außenpolitik wahr und wir sind gefragter Ansprechpartner für Journalisten und verfügen mittlerweile über ausgezeichnete Kontakte zur Presse und zum Fernsehen.
In Rechtsfragen lässt der VBSK sich und seine Mitglieder von seinen zwei Anwälten beraten, die mit ihrem fundierten Fachwissen schon zahlreiche erfolgreiche Prozesse geführt haben. Zuletzt mit einem großen Erfolg im Prozess um die Versorgung der Hinterbliebenen des Flugunfalles in Nellis/USA.

Was wurde erreicht, wie sieht die Zukunft aus?

In den vergangenen Jahren war nach erheblichen Einschnitten in unsere Besoldung das primäres Ziel die Verbesserung der Fliegerzulage, mittlerweile wurde diese - nunmehr steuerpflichtige - Erschwerniszulage angehoben und somit zumindest der Verlust wieder ausgeglichen. Allein dies war ein mehrjähriger Kampf durch alle Instanzen.

Wir arbeiten nach wie vor an der Schaffung einer anerkannten privaten Alterszusatzversorgung für berufstätige, ausgeschiedene BO-41. Nur ein starker Verein wird sich gegenüber der militärischen und auch politischen Führung behaupten können.
Der BSK ist nicht Selbstzweck oder bestimmt sich allein durch die Arbeit des Vorstandes.

Er geht ALLE etwas an und jeder sollte sich wenigstens an der Willensbildung beteiligen.Loyalität zum Dienstherrn und das Begehren, Missstände zu beseitigen, schließen einander nicht aus – im Gegenteil! Oder sind alle Nicht-Mitglieder voll und ganz zufrieden?